Dieser Test bindet den Server nur an Loopback. Damit prüfen Sie den Weg von der Quelle zum Hörer, bevor Sie einen Netzwerkport freigeben. Vorausgesetzt sind Icecast 2.5.0, die dazu passenden Verzeichnisse web und admin, ein beschreibbares Logverzeichnis und ein Icecast-fähiger Source-Client.
Die vollständige Datei vorbereiten
Das folgende Beispiel ist eine vollständige kleine Konfiguration und kein einzufügender Ausschnitt. Ersetzen Sie die drei Passwortmarkierungen durch unterschiedliche zufällige Werte. Ersetzen Sie die großgeschriebenen absoluten Pfade durch die echten Installationspfade. Das Logverzeichnis muss für das spätere Prozesskonto beschreibbar sein.
<icecast>
<hostname>localhost</hostname>
<limits><clients>20</clients><sources>2</sources></limits>
<authentication>
<source-password>REPLACE_WITH_RANDOM_SOURCE_SECRET</source-password>
<relay-password>REPLACE_WITH_RANDOM_RELAY_SECRET</relay-password>
<admin-user>admin</admin-user>
<admin-password>REPLACE_WITH_RANDOM_ADMIN_SECRET</admin-password>
</authentication>
<listen-socket><port>8000</port><bind-address>127.0.0.1</bind-address></listen-socket>
<paths>
<logdir>/ABSOLUTE/PATH/log</logdir>
<webroot>/ABSOLUTE/PATH/web</webroot>
<adminroot>/ABSOLUTE/PATH/admin</adminroot>
</paths>
<logging><accesslog>access.log</accesslog><errorlog>error.log</errorlog><loglevel>information</loglevel></logging>
<security><chroot>false</chroot></security>
</icecast>Speichern Sie die Datei als icecast-local.xml. Prüfen Sie das XML und starten Sie den Server im Vordergrund unter einem normalen Benutzerkonto:
xmllint --noout --nonet icecast-local.xml
icecast -c icecast-local.xmlDie XML-Prüfung bestätigt nur die Syntax. Scheitert der Start, lesen Sie das Fehlerprotokoll. Häufige Ursachen sind ein belegter Port, unlesbare Pfade, fehlende Bibliotheken oder ein anderes gestartetes Icecast-Programm als vorgesehen.
Eine Quelle verbinden
Wählen Sie im Encoder eine Icecast-Ausgabe mit Host 127.0.0.1, Port 8000, Benutzername source, dem neuen Source-Kennwort und Mountpoint /live.ogg. Senden Sie einen passenden Ogg/Vorbis- oder Ogg/Opus-Stream. Starten Sie die Ausgabe zum Server, nicht nur die lokale Wiedergabe. Für diesen dynamischen Mountpoint benötigen Sie keinen eigenen <mount>-Block.
Drei Ergebnisse getrennt prüfen
Öffnen Sie http://127.0.0.1:8000/admin/stats.xsl und melden Sie sich als admin an. Kontrollieren Sie die Quelle unter dem exakten Pfad /live.ogg. Öffnen Sie diese Stream-URL in einem geeigneten Player und hören Sie hinein. Prüfen Sie, ob sich die Hörerzahl während der Verbindung ändert. Die Endung .m3u liefert eine Wiedergabeliste mit der Stream-URL und keine Audioaufnahme.
Eine leere Statusseite bei getrenntem Encoder ist kein Beleg für einen defekten Server. Eine 401 deutet auf Authentifizierung hin, eine 404 häufig auf einen fehlenden Mountpoint. Bei Aussetzern folgen Quellen- und Pufferdiagnose. Beenden Sie diesen Test vor einer Änderung der Bind-Adresse. Die Netzwerk- und TLS-Einrichtung ist ein eigener Schritt.